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Grünkohl aus dem Crocky - mein Rezept

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Sonntag, 17. Februar 2013

Grünkohl aus dem Crocky - mein Rezept

Meine kleine Lillemaus und ich haben gestern im Crocky Grünkohl gekocht.







Grünkohl ist bei uns hier oben an der Nordseeküste ein ganz traditionelles Gericht. Es gibt ihn, wenn es draussen friert und eisekalt ist. Grünkohl muss Frost bekommen haben, bevor er geerntet wird.


Winterwetter - Bild wurde auf dem Weg nach Keitum/Sylt aufgenommen.
Am linken Bildrand ist die eiskalte Nordsee zu sehen.

Rezepte gibt es viele für Grünkohl, die meisten sind sehr fettig. Ich verwende am liebsten Kassler Nacken (geräucherten Kamm) und Mettenden für meinen Grünkohl. Und ich gestehe... mein Grünkohl kommt aus dem Glas. Es ist nämlich sehr mühselig frischen Grünkohl zu waschen, bis er wirklich und ganz und gar sandfrei ist.






Mengenangaben sind immer so ein Thema für sich bei mir. Ich kaufe das Fleisch nach Augenmaß so, dass es in meinem 3,5 Liter Crocky passt. In diesem Fall waren es fast 2 Kilo.  Kassler Nacken (bzw. geräucherter Kamm) wird hier bei uns fast nur mit Knochen verkauft, den lasse ich mir aber schon beim Fleischer auslösen. Da das Fleisch sehr lange gekocht wird, würde es sich sonst von dem Knochen lösen, häufig hat man dann oft sehr viele kleine Knochensplitter im Essen und das ist sehr unangenehm. Ausserdem müssen unbedingt für den Geschmack noch Mettenden mit in den Grünkohl.  Das Fleisch, die Wurst und der Grünkohl werden dann in den Crocky bzw. Slowcooker eingefüllt.

Das passt schon!
Ein Crockpot sollte immer schön zu 3/4 voll gefüllt werden, damit die Wärme optimal ausgenutzt wird. Mein 3,5 Liter Crocky ist manchmal schon arg knapp, gerade wenn ich für mehrere Tage koche. Ansonsten ist es aber genau die richtige Größe für einen 3 oder 4-Personen-Haushalt.
Wenn die Zutaten mit ganz viel Liebe eingefüllt sind, den Crockpot anstellen und 1 Stunde auf High laufen lassen, anschliessend auf Low herunterschalten und ca. 9 Stunden auf Low weiterlaufen lassen. Dieses Mal habe ich den Crockpot am Abend eingeschaltet und dann bin ich schlafen gegangen.

Geht doch!
1 Stunde auf High - 8-9 Stunden auf Low

Die Kartoffeln niemals mit den Grünkohl und dem geräucherten Fleisch kochen. Sie werden nicht wirklich gar! Am nächsten Tag wird ein kleiner Topf voll mehliger (!) Kartoffeln geschält.

Meine Tochter Lille (8 Jahre) beim Kartoffelschälen.

Meiner Meinung nach sind die dreckigsten Kartoffeln ja die besten. Jeden Mittwochabend klingelt unser Bauer an der Haustür und bringt uns einen Sack voller mehliger Kartoffeln (für Kartoffelbrei und andere Gerichte, bei denen die Kartoffeln gemust werden). einen Säckchen voll mit festkochenden Kartoffeln (für Kartoffelsalat usw.) und (noch) Eier von seinen glücklichen Hühnern. 

Lille war tüchtig - alle etwa gleich groß

Wenn die Kartoffeln nach ca. 20 Minuten gar sind, werden sie abgegossen und kurz auf die ausgeschaltete, aber noch heisse Herdplatte gestellt, so dass das restliche Wasser noch verdampft. Aus dem Crockpot Flüssigkeit zu den Kartoffeln geben und mit einem Kartoffelstampfer nicht zu fein zerdrücken. Anschliessend die Kartoffeln unter den Grünkohl heben.
Das Fleisch in Scheiben schneiden, die Wurst zu dem Grünkohl geben und dann:



Guten Appetit!

Hier nochmal das Rezept für Grünkohl:

ca. 2 Kilo Kassler Nacken (geräucherter Kamm)
4 Mettenden (kleine Mettwürste)
Jede Menge Liebe
1,5 Gläser Grünkohl
zusammen kochen - im Crocky 8-9 Stunden, auf dem Herd 3-4 Stunden.

Wird auf dem Herd gekocht, muss Flüssigkeit zugegeben werden und immer wieder kontrolliert werden, ob sie nicht verdampft ist!! Eine Alternative wäre das Garen im Bräter (Backofen), damit habe ich aber keine Erfahrungen.

ca. 1500g mehlige  Kartoffeln
getrennt von den anderen Zutaten kochen, mit der Flüssigkeit vom Grünkohl grob stampfen und dann das Mus unter den Grünkohl heben.


Warum ich im Crocky koche, obwohl es auf dem Herd doch eigentlich viel schneller geht?! 
 Mein Essen kocht, während ich schlafe oder arbeite. Es kommt auf eine Stunde mehr oder weniger nicht an beim Garen. Im Crocky brennt nichts an und durch die lange Garzeit bei niedrigeren Temperaturen wird das Fleisch unbeschreiblich zart und aromatisch. 




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2 Kommentare:

Am/um 17. Februar 2013 um 17:14 , Blogger Gabi´s Wollsucht meinte...

das hätte ich jetzt auch gerne, guten appetit.
Lg Gabi

 
Am/um 19. Februar 2013 um 17:40 , Blogger Kerstin meinte...

Liebe Miho,

das sieht ganz ganz lecker aus und wenn ich gerade so raus schaue und den Frühling unter dem Schnee suche auch genau das richtige Essen. Lieben Dank für das Rezept.

Herzliche Grüße

Kerstin

P.S.: Ich hoffe Du kommst mit meiner Anleitung dann auch klar, wenn nicht, melde Dich einfach♥

 

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