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Erdbeer-Sylt, oder was die Erdbeermarmelade zu Sylt macht

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Sonntag, 23. Juni 2013

Erdbeer-Sylt, oder was die Erdbeermarmelade zu Sylt macht


Jeden Morgen, wenn ich nach Sylt fahre, muss ich schmunzeln. Nicht, weil Sylt amüsant ist - nein! Vor meinem inneren Auge erscheint bei dem Wort Sylt ein Marmeladenglas.


Selbst diejenigen, die seit Jahren enthusiastisch beim schwedischen Möbelriesen shoppen und schon das ein oder andere Mal Sylt gekauft haben, sind sich der Bedeutung des Wortes selten bewusst: Sylt ist in Schweden eine Art Marmelade. Um meine Leser noch weiter zu verwirren: es gibt dort auch Marmelad!

Was aber ist der Unterschied zwischen Sylt und Marmelad? Ich habe mir vor langer Zeit mal erklären lassen, dass der Unterschied in der Konsistenz liegt. Marmelad schmiert der Schwede sich auch mal aufs Toastbrot, Sylt ist dünnflüssiger und wird zu Pfannkuchen, Käsekuchen (ostkaka) oder Waffeln gegessen.



Hier in Deutschland wird Sylt und Marmelad auf´s Brot geschmiert. Da kennen wir in Deutschland keine Unterschiede! 

Hier ist mein Rezept für dich:

1 kg pflückfrische Erdbeeren (nach dem Waschen und Putzen gewogen)
Saft einer Zitrone
500 g Gelierzucker 2:1
2 Prisen Liebe
2 Stängel piemontesischen Limonenthymian
Mark einer Vanilleschote


Die Erdbeeren werden gewaschen. Dazu lässt du in eine große Schüssel Wasser laufen. Die ungeputzten Erdbeeren hinein geben, kurz mit der Hand umrühren, aber nicht drücken. Einige Minuten stehen lassen, damit der Sand zu Boden sinken kann. Da die Erdbeeren auf der Oberfläche schwimmen, brauchst du sie nur abzusammeln. Jetzt kannst du die Stiele entfernen. Bitte mach das erst nach dem Waschen, da die Erdbeeren sonst viel von ihrem herrlichen Aroma an das Wasser verlieren.

Jetzt gib das Wasser zu den Erdbeeren, den Zitronensaft, die Blätter des piemontesischen Limonenthymians und das Vanillemark und püriere sie. Vermische das Erdbeerpürree mit dem Gelierzucker und bringe alles in einem großen Topf zum Kochen. Dabei solltest du die ganze Zeit liebevoll rühren und darauf achten, dass nichts überkocht.

Sobald das Fruchtpüree aufgekocht ist, kochst du es noch weitere 4 Minuten unter ständigem Rühren. Die vorbereiteten Gläser und Deckel (mit kochendem Wasser ausgespült) stellst du bereit. Damit du den Rand nicht verschmutzt, füllst du die kochende Marmelade  mit einem Trichter  in die Gläser. Verschließe das Glas sofort und stelle die Gläser für ein paar Minuten auf den Kopf. 

Eine klassische, etwas festere Erdbeermarmelade erhältst du, wenn du das Wasser weglässt. 




Eigentlich müsste mein Erdbeer-Sylt "Jordgubbssylt" heissen, aber ich mag dieses kleine Wortspiel - nennen wir es einfach mal "Deudisch" (Deutsch-Schwedisch). 


Wenn Du dir das nächste Mal Sylt bzw. Marmelade auf den Pfannkuchen streichst, ihn liebevoll aufrollst und ihn verputzt, dann denk an mich und schmunzle ein wenig - so wie ich jeden Morgen lächele, wenn ich auf die Insel fahre.

Alles Liebe 
miho




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2 Kommentare:

Am/um 24. Juni 2013 um 19:23 , Blogger Küchenpoesie meinte...

Die Idee mit dem Limonenthymian in der Erdbeermarmelade hört sich richtig gut an ;)
Nachdem ich am Wochenende das Erdbeerfeld abgegrast habe, gabs bei mir Erdbeere-Mango Marmelade!
Bei den nächsten Pfannkuchen schmunzel ich dann ganz bestimmt ;)
Liebe Grüße, Coco ♡

 
Am/um 30. Juni 2013 um 11:40 , Blogger Tonia S meinte...

Das ist eine tolle Erklärung! Mich hat das bei Pfannkuchen und Co. immer gestört, dass das nicht flüssig genug zum Verstreichen war. Jetzt mach ich einfach dein Rezept und das Problem ist gelöst. Morgen gehts zum Ferienhaus und da gibt es viele Erdbeeren. Bis dahin speicher ich das Rezept noch schnell bei Küchenplausch ab:)

 

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