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Cronut - was ist denn das für ein Gebäck?

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Sonntag, 7. Juli 2013

Cronut - was ist denn das für ein Gebäck?



Cronuts sind eine Erfindung des französischen Konditors Dominique Ansel, der in dem New Yorker Stadtteil SoHo eine Bäckerei betreibt und nur er backt das Original! Er kam auf die Idee, eine Mischung zwischen Croissant und Donut zu kreieren. Was sich abenteuerlich anhört, ist zur Zeit der Renner in New York. 
Täglich wird nur nur eine geringe Stückzahl der heiß begehrten Teigkringels produziert. Schon während der Nacht kampieren vor der Bäckerei etliche kaufwillige Naschkatzen, um nur einmal in den Genuss des Original-Cronut zu kommen. Solltest Du nach New York kommen und einen echten Cronut erstehen, überleg dir, ob du ihn isst. Auf dem Schwarzmarkt werden astronomische Preise dafür gezahlt. 

Cronuts selbst machen, ob das wohl geht? Natürlich ist das Rezept geheim, man wird also im Netz vergeblich nach detaillierten Informationen suchen. Die Zutaten für den Teig sind ein Mysterium, die Backtemperatur ein gut gehütetes Geheimnis. Aber ich weiß, dass ein Cronut halb Croissant, halb Donut ist und fritiert wird! Werden selbstgemachte Cronuts schmecken?

Solange, bis es die Original-Cronuts in Deutschland gibt, backe ich meinen persönlichen Gebäckkringel.  Dabei habe ich bei meinem ersten Cronut-Versuch bewusst auf die Füllung verzichtet. Und wenn du es auch ausprobieren möchtest, gibt es hier mein Rezept für dich:


Hausgemachte Cronuts - mein Rezept


2 Packungen Blätterteig (gefroren oder gekühlt)
2 Hände voller Liebe
1 Ei
1 scharfes Messer
1 Backpinsel
Friteuse
Rapsöl
Zucker
zwei runde Formen

Natürlich ist Blätterteig kein Croissant-Teig, aber ich habe mich einfach bemüht, dieses Rezept so simpel wie möglich zu gestalten. Wer du magst, kannst du natürlich einen richtig aufwendigen Butter-Blätterteig selbst machen. Aber dafür solltest du schon 2-3 Tage Arbeitsaufwand einplanen.

Ich hoffe, du hast das Öl schon in die Friteuse gefüllt? Dann kannst du sie jetzt auf 180 Grad vorheizen. Wir starten mit dem Blätterteig:


Du benötigst zwei runde Gegenstände. Sie dienen als Schablone für die Kreise, die Du jetzt aus dem Blätterteig ausschneiden wirst. Leg zuerst die größere Schablone locker auf und schneide mit einem scharfen Messer darum herum.


Auch die kleinere Schablone legst du locker auf. Mit einem scharfen Messer schneidest du nun den inneren Kreis aus. Ein Donut hat ein Loch in der Mitte.


Damit die einzelnen Lagen des Cronuts gut aneinander haften, bestreichst du jede Scheibe mit verquirltem Ei. Für den großen Cronut habe 8 Lagen locker übereinander gestapelt. Ich finde kleine Cronut handlicher, bei einem Aussendurchmesser von 7 cm reichen 4 Lagen. 
Nicht drücken, das mag Blätterteig gar nicht! Sei ganz liebevoll!


Bei 180 Grad kannst du den Cronut in der Friteuse jetzt ausbacken. Nach ca. 3 Minuten habe ich ihn gewendet und dann einfach so lange im Fritierfett weiter gebacken, bis er rundherum goldbraun war.


Nimm das Goldstück aus der Friteuse und wälze es einmal in Zucker. Da ein Cronut sehr fettig ist, haftet der Zucker besonders gut. Auf den Hüften haftet so ein Cronut wegen des hohen Kaloriengehalts auch hervorragend. 
Normalerweise wird das Gebäck jetzt mit einer Creme gefüllt, das habe ich mir aber fürs nächste Mal aufgehoben. Ich wollte mich ganz auf die Cronuts konzentrieren. Ich war doch so schrecklich aufgeregt, ob es gelingen würde.


Meine Cronuts sind ein klassisches Beispiel dafür, wie man Sylt verwendet. Der Erdbeergeschmack ist einfach phantastisch zu diesen fettgebackenen Köstlichkeiten.

Mit einem Sägemesser kannst du den Cronut aufschneiden. Das habe ich natürlich auch gemacht, schliesslich war ich gespannt wie ein Flitzebogen. Das Ergebnis hat mich wirklich beeindruckt:



Sind sie nicht toll geworden, meine hausgemachten Cronuts? Ich habe keine Ahnung, ob sie auch nur annähernd so schmecken wie das hippe New Yorker Trendgebäck. Aber ich finde meine Version atemberaubend lecker. Jawohl! Ich freu mich wie ein kleines Kind darüber, dass es geklappt hat.

Back sie nach, es ist wirklich ganz leicht! Ich habe noch ein paar Tipps zum dollen Kringel zusammengefasst, du findest sie auch hier auf dem Blog.

Schreib mir, womit du sie füllst, wie du sie garnierst. Aber vorallem möchte ich von dir wissen, wie sie dir schmecken.

Alles Liebe von der glücklichen
miho

... die hofft, dass es Original Cronuts bald in Deutschland gibt. Mr. Ansel - Deutschland wartet!






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8 Kommentare:

Am/um 7. Juli 2013 um 17:44 , Anonymous Anonym meinte...

...tja, dann fehlt den anderen Bloggern/Bildern wohl die erste und zweite Hand voll Liebe. Hab eins mit Schoko gesehen, sah eher lieblos aus. Schmecken tut es bestimmt, aber das Auge isst ja mit. Hatte den Bericht im Fernsehen gesehen. Also mal gucken. Werde es mal zum Backen weitergeben an meine bessere Hälfte! Merci! LG Norfried

 
Am/um 7. Juli 2013 um 20:44 , Anonymous Birgitta Janssen meinte...

Ich habe einen Artikel in der FAZ online darüber gelesen.Haben die nicht so ein Negativbeispiel gebracht? Das hier ist frisch und appetitlich! Gefällt mir sehr!

 
Am/um 7. Juli 2013 um 20:59 , Anonymous Anonym meinte...

Det er den bare ualmindelig flot lavet. Mange tak!
Hanne

 
Am/um 7. Juli 2013 um 22:23 , Anonymous Anonym meinte...

Unglaublich!Das sieht super aus und ich werde es morgen gleich probieren.
Ahoi
Cornelia

 
Am/um 11. August 2013 um 00:14 , Anonymous Jessica Sturm meinte...

Die beste Anleitung, die ich je gesehen habe! Hat super geklappt.
LG
Jessica

 
Am/um 14. August 2013 um 11:57 , Anonymous Anonym meinte...

Du hast in den Zutaten angegeben: Blätterteig gefroren oder gekühlt. Gestern habe ich es mit gekühltem Blätterteig versucht und bin voll auf die Nase gefallen. Ich nehme mal an, dies ist nur ein Pseudoblätterteig, der mit dem echten nix zu tun hat. Jedenfalls waren meine Kringel von aussen schön goldig und knusprig. Innen hatten sie eine undefinierbare glasige Konsistenz, die an Kaugummi erinnerte. (Das hatte nichts mit "vielleicht noch roh, nicht genug gebacken" zu tun). Essen konnte man sie nicht, deshalb wanderten sie sofort in den Mülleimer. Werde es mal mit gefrorenem Blätterteig versuchen oder Croissants aus der Dose. Sollte das Ergebnis wieder so unbefriedigend sein, bleibe ich bei meinem selbstgemachten Teig. Das klappt wenigstens, braucht aber viel Geduld.
LG
Renate

 
Am/um 14. August 2013 um 17:56 , Blogger Ich bin´s Miho meinte...

Liebe Renate,
es tut mir sehr leid, dass der Versuch nicht gelungen ist. Ich habe jetzt mehrfach Cronuts mit unterschiedlichen, gekauften Teigen gebacken und hatte das Problem nicht. Ich habe mit gekühltem und gefrorenen (aber auf aufgetauten) Teig gearbeitet. Vielleicht war der Teig einfach nicht in Ordnung?!
Ich drücke dir die Daumen!
Alles Liebe
miho

 
Am/um 27. August 2013 um 17:59 , Anonymous Anonym meinte...

Wie wäre es damit.
Frischer Croissantteig.

http://www.tantefanny.at/de/produkte/frische_gekuehlte_teige/produkt_frische_gekuehlte_teige/?uid=11

 

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