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Schweinekrusten - der Snack zum Bier

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Mittwoch, 10. Juli 2013

Schweinekrusten - der Snack zum Bier



Wenn du einen deftigen Schweine-Krustenbraten magst, dann wirst du diese Schweinekrusten-Chips lieben! In Skandinavien sind Flæskesvær schon lange bekannt und heiß geliebt. Man kann sie auch in Tüten kaufen, aber ich finde den Preis erschreckend. Ich frage mich, warum nicht viel mehr Menschen, diese großartigen Knusperkracher für Cent-Beträge selbst machen.

Schweinekrusten haben fast keine Kohlenhydrate - genial, oder? Der Anteil liegt bei weniger als 1 g/100 g. Deswegen sind sie ideal als Snack, wenn man sich LowCarb ernährt und nicht immer zuschauen möchte, wenn andere die Knabbersachen hervorholen.

Du willst snacken, knuspern, genießen? Super, denn ich habe hier das Rezept für dich:


Schweinekrusten oder Flæskesvær- das Rezept

500 g Schweineschwarte
2 Hände voller Liebe
grobes Salz
feines Salz
(evtl. Knoblauch)

Normalerweise sollte der Speckrand, der an der rohen Schwarte ist, mindestens 2 Zentimeter dick sein. Da bei meinem Fleischer die Haut maschinell sehr dünn abgetrennt wird, hab ich es mit ganz wenig Fettrand versucht und das Ergebnis war fantastisch. Ich kann keinen Unterschied am Endergebnis fest stellen. 

Zuerst heizt du genau jetzt den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vor.
Jetzt schneidest du die Schwarte in Streifen. Am besten nimmst du dafür eine Schere, denn mit einem Messer wirst du ewig dafür brauchen. Die Streifen schneidest du dann noch ein- oder zweimal durch.


Im nächsten Schritt bringst du ca. 3 Liter Wasser zum Kochen. Bitte verzichte auf Salz im Kochwasser, dadurch werden deine Schweineschwarten-Chips steinhart! Ich gebe gerne 2 Knoblauchzehen hinzu, denn ich mag das herzhafte Aroma.
Sobald das Wasser kocht, gibst du die Schweineschwarten-Stücke in das Wasser. Nach 20 Minuten Kochzeit schüttest du die Schweineschwarten in ein Sieb und wenn das Wasser abgetropft ist, trocknest sie auch noch einmal ab. Die Schweineschwarten haben nun einen wächsernen Glanz und sind teilweise eingerollt. Perfekt!


Dein Ofen müsste mittlerweile auf Backtemperatur sein. Leg ein Backblech mit Backpapier oder Backfolie aus und verteile die Schwarten liebevoll auf dem Blech. Sie sollten möglichst nicht übereinander liegen. Verteile großzügig grobkörniges Salz auf den Schwarten. Pfeffer oder Kräuter würden bei den hohen Temperaturen nur verbrennen.


Jetzt kannst du das Backblech in den Ofen schieben. Die mittlere Schiene ist genau richtig. Lass die Schwarten 40 Minuten im Ofen. 
Schweineschwarten verhalten sich im Backofen, wie Popcorn im Topf. Mach bitte die Tür nicht (oder nur vorsichtig) auf, denn die Krusten zischen, spritzen und poppen durch den Ofen. Immerhin verdoppelt sich die Dicke um das Doppelte bis Dreifache. 
Ich wage es meist nach 20 Minuten, die Krusten einmal auf dem Blech mit einem Pfannenwender durchzuwirbeln, aber meistens erwischt mich dabei mindestens eine vorwitzige Schweinekruste, die lustig aus dem Backofen hopst. Also, allergrößte Vorsicht, bitte!


Nach 40 Minuten probierst du einfach einmal. Ich mag meine Schweinekrusten gerne sehr braun, superkross und knackig. Deswegen lasse ich sie 50-55 Minuten im Backofen. Wenn du die Schweineschwartenchips aus dem Ofen holst, dann gib sie auf ein Stück Küchenpapier, damit das Fett noch ein wenig davon aufgenommen wird. Streu noch großzügig feines Salz über die Krusten. Sicher schmecken auch Curry, Paprika-, Knoblauch- oder Zwiebelsalz dazu, aber salzig sind sie am besten.

Schweinekrusten kann man nicht lange lagern, sie werden dann pappig. Wenn du sie fünf Minuten bei 150 Grad in den Backofen gibst, werden sie wieder knackig. Dieser Snack ist nicht zum Einfrieren geeignet.

Jetzt knuspere ich noch ein wenig vor mich hin und genieße die Sonne. Dir wünsche ich viel Erfolg mit deinen selbstgemachten Schweinekrusten.

Alles Liebe
miho

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5 Kommentare:

Am/um 10. Juli 2013 um 18:15 , Blogger Karin meinte...

Hallo, eine Frage: wie sieht denn da hinterher der Backofen aus? Das hört sich doch nach ner ziemlichen Sauerei an; ist es das wert? ;-) Danke und viele Grüße, Karin

 
Am/um 10. Juli 2013 um 21:52 , Blogger Ich bin´s Miho meinte...

Hallo Karin,
mir ist es das wert! Ich weiß, welche Zutaten wirklich verwendet wurde und das die verarbeiteten Schwarten wirklich frisch und appetitlich sind. Sicher ist der Backofen hinterher schmutzig, aber ist er nicht zum Kochen und Backen da? Wenn man den Ofen gleich reinigt, ist das alles nicht so schlimm.
Alles Liebe
Miho

 
Am/um 11. Juli 2013 um 08:12 , Blogger Gabi´s Wollsucht meinte...

Hallo Miho,
das ist mal wieder der Hammer das Rezept, vielen Dank. Diese Schwarten essen wir am allerliebsten, werde ich bestimmt mal ausprobieren.
Schönen sonnigen Tag
Lg Gabi

 
Am/um 12. Juli 2013 um 11:09 , Anonymous Anonym meinte...

Liebe Miho,
ich habe es heute ausprobiert. Es hat super geschmeckt. Viel besser als die gekauften Krusten aus der Tüte. Der Aufwand lohnt sich.
Lg Andrea

 
Am/um 6. Januar 2014 um 21:08 , Anonymous Johann Meier meinte...

Ich habe eigentlich danach gesucht, wo ich die Schweineschwartenchips kaufen kann und bin hier gelandet. Was für ein toller Blog, ich schaue mich seit über einer Stunde auf Herzelieb um. Schweinekrusten werden nachgemacht. Ganz viele andere Sachen auch.
Mit Verlaub, Frau Herzelieb: Sie sind ein Engel!

 

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