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Schmalznüsse - Plätzchen des Nordens

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Sonntag, 3. November 2013

Schmalznüsse - Plätzchen des Nordens

"Gib mir mal dein Rezept für Schmalznüsse!" Sobald sie diese Kekse bei uns hier im Norden zusammen mit anderen Weihnachtsleckereien in den Geschäften auftauchen, höre ich diese Bitte. 
Im Winter gibt es dieses traditionelle Gebäck hier im Norden, an der Küste und in Dänemark überall zu kaufen. Die gekauften sind sicher sehr lecker, aber der Preis für diese traditionellen Plätzchen des Nordens ist einfach erschreckend. Dabei sind diese Kekse ganz einfach zu backen.


Dieses Rezept für die Schmalznüsse habe ich vor vielen Jahre von meiner Mutter bekommen. Wie jedes Jahr nehme ich mir vor, nur das halbe Rezept zu backen. Die Menge Plätzchen, die man mit dem Originalrezept backt, entsprechen dem gesamten Winterbedarf einer Großfamilie.
Wie jedes Jahr stürze ich mich ins Backvergnügen, nehme brav die Hälfte aller Zutaten, bis zu dem Punkt, an dem ich den Zucker abwiege und schwungvoll zu den übrigen Zutaten gebe. Erst dann merke ich, dass ich die volle Menge Zucker genommen habe. Es folgt das traditonelle Bedauern, ein kurzer Moment des Ärgers und dann ergänze ich - wie in jedem Jahr - die anderen Zutaten.

Das Ergebnis sind prall gefüllte Keksdosen. Ich beglücke Freunde, meine Familie und Kollegen und nehme mir für nächstes Jahr vor, ganz bestimmt nur die Hälfte zu backen. Damit ich nicht wieder diesen Fehler mache, gibt es nicht nur für meine Leser das modifizierte Rezept hier auf dem Blog:

Rezept für Schmalznüsse

125 g Schweineschmalz (ohne Grieben)
125 g Butter
500 g Mehl
1 große Portion Liebe
1 Teel. Hirschhornsalz (in etwas Wasser aufgelöst)
250 g Zucker 
1 Prise Salz
Abrieb einer Zitrone
Mark einer Vanilleschote

1 Eßl. Back-Kakao (stark entölt)

Schon jetzt kannst du die Ofen auf 190 Grad vorheizen

Alle Zutaten werden zügig und mit ganz viel Liebe zu einem Teig verknetet. Wenn du braune Plätzchen möchtest, füge den Kakao hinzu. Wundere dich nicht, wenn der Teig sehr bröckelig aussieht - das muss so! Er lässt sich trotzdem formen.

Lege das Backblech mit Papier aus und forme aus dem Teig walnussgroße Kugeln und setze sie auf das Blech. Zwischen den einzelnen Plätzchen sollte ein Zwei-Finger-Abstand sein. Drücke die Kugeln nicht flach, sie laufen während des Backens zur Plätzchenform auseinander.

Nach 15-20 Minuten sind die Kekse fertig. Achte darauf, dass die hellen Plätzchen nicht gebräunt werden.




Um als typischee Weihnachtskekse oder Weihnachtsplätzcen durchzugehen, fehlen die typischen Gewürze, wie Anis oder Zimt. Deswegen fühle ich mich wohler, wenn wir sie Winterkekse nennen. 
Ein Plätzchen mit vielen Namen im Norden: kennen gelernt habe ich sie als Kind unter dem Namen Schmalznüsse, an der Küste habe ich jetzt schon oft Schmaltnöt gehört und in Dänemark nennt man sie Fedtkager. 
Aber ganz egal, wie du sie nennen wirst - mit diesem Rezept gelingen dir diese besonderen Kekse ganz bestimmt!

Schau dir doch mal Nordfriesland Antwort auf Macarons an, die Eierplätzchen - typisch nordfriesisch! Ganz bestimmt wirst du auch den Klassiker - die Vanillekipferl mögen. Und der wohl zarteste Keks der Welt ist das Schneeflöckchen - ein Geheimtipp! Diejenigen, die es bunt mögen, sollten sich die Kekse mit der roten Glücksspirale anschauen.

Alles Liebe, viel Spaß beim Backen und guten Appetit, 
miho

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11 Kommentare:

Am/um 3. November 2013 um 16:40 , Blogger Tonia S meinte...

Ich mag das total, wenn du typisch nordische Rezepte postest. Das klingt ja mal wieder total interessant! Ich setz die Winterkekse gleich mal auf meine Liste!

 
Am/um 3. November 2013 um 22:02 , Blogger Ich bin´s Miho meinte...

Hallo Tonia,
Oh, das freut mich, dass dir die nordischen Rezepte gefallen. Schön, dass du da bist!
Alles Liebe
miho

 
Am/um 8. November 2013 um 23:17 , Anonymous Anonym meinte...

hallo!
also das rezept habe ich direkt gepeichert! nur leider komme ich erst einmal nicht zum backen :( eigentlich bekommen alle freunde und familienmitglieder jedes jahr keksdosen von mir... dieses jahr leider nicht :(
wenn du mal nicht weißt wohin mit deiner menge... ich würde sie gerne probieren :)
vlg mia he von fb die dort ja nicht mehr schreiben kann...
schönes we!

 
Am/um 11. November 2013 um 11:58 , Blogger Tonia S meinte...

Danke für dieses tolle Rezept! Die Nüsschen sind jetzt schon zu den Standardplätzchen geworden. Allein diesen WInter habe ich schon ganz viele weitere Bestellungen. Dabei wurden sie gestern das erste Mal gebacken!
Meine Hirschhornsalz-Anlaufstelle hatte leider nichts mehr vorrätig, aber durch googlen habe ich gehört, dass Backpulver ähnlich ist, nur bei dem Salz der Teig dann in die Breite statt in die Höhe geht (und das Salz etwas Geschmack hat). Natron war auch als Alternative angegeben. Das habe ich dann genommen. Am ende war alles lecker und gut in der Konsistenz und Form:)
Verrückt. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal SCHMALZnüsse mache bzw. esse:)

 
Am/um 17. November 2013 um 07:10 , Blogger Ich bin´s Miho meinte...

Hallo liebe Tonia,
das Hirschhornsalz würde ich nicht durch Backpulver ersetzen, dann geht der charakteristische Geschmack verloren. Aber du weißt doch, erlaubt ist was gefällt und funktioniert. Es sind dann aber eben keine typischen nordischen Schmalznüsse. Ich finds allerdings toll, dass du sie nachgebacken hast und dass alles geklappt hat. Das ist doch die Hauptsache. Hirschhornsalz gibt es auch in der Apotheke ;)
Ich freu mich immer, wenn ich von dir lese
Alles Liebe
miho

 
Am/um 17. November 2013 um 07:12 , Blogger Ich bin´s Miho meinte...

Liebe Mia,
schade, dass du erstmal nicht mehr zum Backen kommst. Fühl dich mal ganz lieb gedrückt von dir.
Alles Liebe
miho

 
Am/um 16. Dezember 2013 um 13:34 , Anonymous Anonym meinte...

Hallo Miho,
nach vielen Jahren wollte ich mal wieder Schmalznüsse nach dem Rezept meiner Großmutter machen. Leider sind sie im Ofen nicht aufgegangen, schmecken aber trotzdem :-) Hast Du eine Ahnung, was ich falsch gemacht habe? Als Friesin in Bayern kann ich leider hier niemanden fragen.
LG Birte

 
Am/um 17. Dezember 2013 um 13:26 , Anonymous Anonym meinte...

Hallo, toll deine norddeutschen Plätzchenrezepte. Werde noch einige ausprobieren.
Ist die Kakaomenge der Schmalznüsse für den ganzen Teig oder für den halben Teig?
Schöne Weihnachtszeit wünscht
Ingrid

 
Am/um 17. Dezember 2013 um 18:49 , Blogger Ich bin´s Miho meinte...

Hallo Ingrid,
ich nehme die Kakaomenge für den halben Teig. Aber das ist schon ein bisschen Geschmackssache. Ich wünsch dir viel Spaß beim Backen.
Alles Liebe
miho

 
Am/um 17. Dezember 2013 um 18:51 , Blogger Ich bin´s Miho meinte...

Hallo liebe Birte und viele liebe Grüße nach Bayern!
Meine Plätzchen gehen im Ofen auch nicht auf. Ich setze Teigkugeln auf das Blech und bei Backen laufen sie dann zur Plätzchenform auseinander und reissen an der Oberfläche. Manchmal ist das Hirschhornsalz leider überlagert. So kann es dann schon mal sein, dass sie nicht ganz so toll werden.
Lieber Gruß
miho

 
Am/um 23. Dezember 2013 um 09:13 , Anonymous Anonym meinte...

Liebe Miho,
danke für den Tipp mit dem Hirschhornsalz. Bei mir blieben die Teigkugeln so wie ich sie aufs Backblech gesetzt hatte, kein Auseinanderlaufen. Es war aber trotzdem interessant die Kommentare der probierenden Gäste (alles Franken) zu hören. Das ging hin bis zu der Frage: "Was ist denn da drin?" "Schweineschmalz." "Waaaas?"
Man sagt im Norden "Watt de Buer nich kennt, datt freet he nich". Kann man auf Menschen hier ausweiten. Mit der Zutat wurden dann keine weiteren Schmalznüsse mehr gegessen. Bleibt mir noch was über Weihnachten. *kicher*.
Ich wünsche Dir ein besinnliches Fest.
Mit lieben Grüßen aus der Christkindlmarkt-Stadt
Birte

 

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